Vor genau einem Jahr war der kubanischen Drummer Dafnis Prieto Musiker des Monats, im Januar 2008 Horacio "El Negro" Hernandez. Heute folgt ihnen ihr Landsmann Francisco Mela, und damit sind die heute wohl bedeutensten kubanischen Schlagzeuger hier präsentiert. So stilistisch und musikalisch verschieden die drei sind, eines haben sie gemeinsam: sie kommen aus einem Land mit einer lebendigen Musiktradition und mit hervorragenden Ausbildungsstätten. In dem kleinen und wirtschaftlich gebeutelten Land ist Musik in allen ihren Spielarten omnipresent, ich kenne kein vergleichbares Land, dass gemessen an seiner Einwohnerzahleine solche Fülle von hochkarätigen Musikern aller Stilarten "exportiert". Francisco Mela , geboren 1968 in Bayamo, in Kubas Sierra Madre, sammelte seine ersten Erfahrungen als Berufsmusiker in der Gruppe "Nueva Vision" des unvergessenen Pianisten Emiliano Salvador und wurde in Havannas "Jazz Plaza Festival" zum ersten Mal einem internationalen Publikum vorgestellt. Nach mehreren Auftritten in Cancun / Mexico ging er auf Anraten des aus Panama stammenden Pianisten Danilo Perez nach Boston, wo er heute Professor an der Berklee School ist. Mit seinen Mentoren Joe Lovano, Saxophonist auf Franciscos erstem Album "Melao", und dem Pianisten Kenny Barron machte er mehrere weltweite Turneen und zählt heute zur Gruppe der wichtigsten Schlagzeuger der jüngeren Generation im zeitgenössischen Jazz. Sein soeben veröffentlichtes Album "Cirio" wurde im September 2008 im New Yorker "Blue Note" eingespielt. |